Meinung: Runtastic Story Running – Alcatraz

Wie auf G+ schon erwähnt, habe ich bei Runtastic für 2,99 € das komplette Paket des neuen Features Story Running erworben. 2,99 €, da kann man nicht viel falsch machen und ich hab mich auf eine Gelegenheit gefreut es auszuprobieren, zumal ich mir vorstellen konnte, dass sich aus dem Konzept eine Menge machen lässt.

Generell laufe ich am liebsten zwar ohne irgendwas und brauche nichts auf den Ohren, aber zu Intervallen darf es auch schonmal Metal sein – oder ein Hörbuch auf den langsamen, langen Läufen.

Abgesehen davon, die dunkle Jahreszeit hat uns wieder und wenn man nun morgens oder abends durch Wohngebiete läuft, tut man zwar gut daran nicht taub zu sein (weshalb ich keine inEar-Kopfhörer mag), aber mit dem „Sound of Nature“ ist es auch nicht wirklich weither…

Freitag bin ich also nun das erste Mal aus Alcatraz geflohen. Einmal um den See herum. Im Dunkeln.

Runtastic Story Running
Runtastic Story Running

Und sorry, liebe Leute von Runtastic. Mein Urteil zur Flucht von Alcatraz ist schlicht: Boring.

Etwa 80% der Spieldauer bestehen aus Musik. Zu der lässt sich zwar halbwegs gut laufen, aber wenn ich Musik möchte höre ich was anderes, als etwas, was sich nach dem Zufallsgenerator des Synthies anhört – auch wenn der Takt passt.

Der Ablauf ist in etwa so: „Oh ein Schlüssel! Ob er passt? Ein Tunnel ich muss rennen!“ – 5 Minuten Musik – „Oh, noch eine Tür! Was mache ich wenn er hier nicht passt?“ – 5 Minuten Musik – „Das Ende des Tunnels. Sind sie hinter mir her? Ich muss laufen!“ – 5 Minuten Musik… usw.

die kleine, fixe Runde um den See
die kleine, fixe Runde um den See

Es tut mir leid, ich hätte gerne was anderes geschrieben. Aber nichtmal am dunklen Nordufer löste die Story ein kribbeln aus. Dabei ist die Idee wirklich gut, aber zu billig umgesetzt. Und da steckt mehr drin, ich stelle mir unter so einem Feature einfach mehr augmented Reality vor. Als alter MMO-Spieler und RP’ler wünsche ich mir nicht einfach 38 Minuten Audio, die nebenbei ablaufen – das kann ich auch mit Podcasts und Hörbüchern haben. Da stehen doch Daten zur Verfügung. Warum schreit mich z.B. niemand an „Renn schneller!“ und checkt das über die Pace/GPS-Daten. Ein Intervalltraining mit virtueller Unterstützung. Eine Story, die auf das Laufverhalten eingeht, „Das reicht nicht!“ oder „Geschafft, ruh Dich ein wenig aus…“

Liebe Runtastic-Jungs und Mädels, holt euch 1-2 Spiele-Programmierer dazu. Die Idee hat Potenzial – aber mein erstes Erlebnis mit Story Running war nix…

Thomas

Ich bin begeisterter Läufer, bevorzugt auf langen Strecken in der Natur. Auf Lennetaler.de schreibe ich primär über diese Leidenschaft, aber auch über alles was mir draußen und sportlich sonst noch Spaß macht.

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